"Die Vision in der Wüste Australiens führte zur Kantate"

Arno Schocher

Allein stehe ich am Weiher in Eden. Zu meiner grössten Überraschung tummeln sich dort friedlich zwei weisse Enten anstelle der erwarteten biblischen Schlange.

Aus dem Canyon herauf kriecht die Regenbogenschlange. Allmählich verwandelt sie sich in eine Spirale und windet sich näher und näher. Mir der eigenen Helixform bewusst geworden, schreit es aus mir heraus: "You didn't tell the truth" (Ihr habt die Wahrheit verschwiegen)! Die aus dem Canyon stets näher kommende Spirale nimmt vor mir die Gestalt einer Frau an und wir beginnen miteinaner zu reden. Einen Reigen tanzend umschlingen wir uns und verschmelzen zu einer Doppelhelix = DNA.

Wenn "Gott das Wort ist, aus dem alles geworden ist" (Zitat aus dem Anfang des Johannes Evangeliums), dann ist es identisch mit dem schöpferischen Wirken seines Geistes. Dann aber ist alles, vom Elementarteilchen bis ans Ende des Alls erfüllt und getragen vom Geist Gottes, dessen Sprache nicht nur in der biblischen Überlieferung sondern auch - und vor allem - im sichtbaren und unsichtbaren Bereich des ganzen Alls zugänglich ist und in der Schaffung des Genoms gipfelt. (Die authentische Sprache des Schoepfers)

Der Kosmos, in dem wir leben, ist in der Tat für alle Menschen, nicht nur für Theologen und Erforscher der Naturgesetze ein unermessliches, laufend grösser werdendes Wunder. All unser Suchen wird nie die volle Wahrheit zeigen, uns aber laufend auf neue Wege führen.

Welche Wahrheit aber steckt in Wundern, die von Jesus überliefert werden? Was empfand der Weinkenner am Hochzeitsfest zu Kana (2. Kapitel desselben Evangeliums), als er feststellte, dass Jesus in Ritualgefässen mehr als 600 Liter Wasser in köstlichen Wein überführt hatte?

Die 15 Szenen der Kantate sind unter Libretto beschrieben.

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