Zur Biografie des Autors
Ein Kindheitserlebnis führte ihn zum Studium der Naturwissenschaften, das er mit einer Arbeit zur Biochemie von Bakterien abschloss, um hernach molekularbiologisch zu forschen. Mehr und mehr faszinierte ihn die Genialität und die Allgemeingültigkeit der Lebensprozesse, ihre Spezifität, Effizienz, Anspruchslosigkeit und Sanftheit. So nahm er das Angebot einer Pharmafirma mit Begeisterung an, eine mikrobiologische Forschungseinheit aufzubauen, in der Hoffnung, aufwendige chemische Synthesen durch umweltfreundliche biologische zu ersetzen und in der Biosphäre neue Wirkstoffe zu finden.
Parallel zur spannenden Arbeit in der Industrie beschäftigten ihn die Gottesfrage und die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum evolutionären Schöpfungsgeschehen. Eine überragende Rolle spielte dabei die Sicht des Wissenschaftlers und Theologen Pierre Teilhard de Chardin.
Auf der Höhe seiner beruflichen Laufbahn reifte der Wunsch, der Frage des Sinnes der Schöpfung nachzugehen. Das versprach das Studium der Theologie zu erfüllen. Die theologische Fakultät der Uni Basel und der Kirchenrat beschlossen, ihn nach einem abgekürzten Studium zur Schlussprüfung zuzulassen. Dank eines grosszügigen Stipendiums seines Arbeitgebers F. Hoffmann-La Roche - im Sinne eines Beitrages an die Öffentlichkeit - immatrikulierte er sich an seinem 50. Geburtstag an der Universität Basel und übernahm vier Jahre später ein Gemeindepfarramt.
Sein naturwissenschaftlicher und inzwischen theologisch erweiterter Hintergrund prägte sein leidenschaftliches Interesse an biblischer Arbeit insbesondere aber an der Auslegungsbedürftigkeit der Originaltexte im Licht eines sich laufend konkretisierenden Weltbildes und des sich ändernden Selbstverständnisses des Menschen. So entdeckte er in allem Wahrnehmbaren einen bedeutungsvollen Gleichnischarakter:
Alles ist Symbol und Wirklichkeit zugleich. Das Symbol aber führt in die Wahrheit.
Die Perikopenordnung wollte,dass einer seiner ersten Predigtexte die Hochzeit von Kana (Johannes Evangelium Kap. 2 Verse 1-10) betraf. Die Deutung des ersten Wunderwirkens Jesu, die Wandlung von Wasser zu Wein beschäftigte ihn über viele Jahre. Beim Besuch seiner in Australien lebenden Tochter erlebte er dazu in der Umgebung der Ureinwohner
eine Vision.
Seit seiner Pensionierung lebt er in Oberwil BL und Novaggio TI.